Ruppert läuft in Rabat in neue Dimensionen – Europarekord und historische Acht-Minuten-Marke geknackt
Die Frage vor dem Rennen lag auf der Hand: Kann sich dieser Ausnahmeauftritt aus dem Vorjahr wiederholen? Für Frederik Ruppert lautete die Antwort klar: ja – und sogar noch eindrucksvoller.
Bereits 2025 hatte er beim Diamond-League-Meeting in Rabat mit 8:01,49 Minuten den deutschen Rekord pulverisiert und sich in der Weltspitze etabliert. Ein Jahr später wurde das Rennen erneut zum perfekten Schauplatz für einen historischen Auftritt.
Tempo unter acht Minuten – und Ruppert mitten im Finale
Auch in diesem Jahr setzte das Feld über 3.000 Meter Hindernis von Beginn an ein extrem hohes Tempo in Richtung einer Zeit deutlich unter der 8:00-Minuten-Marke. Während sich Ruppert zunächst kontrolliert im Mittelfeld hielt, arbeitete er sich Runde für Runde nach vorne.
Angeführt wurde das Rennen erneut von Olympiasieger Soufiane El Bakkali, der das Feld lange kontrollierte. In der Schlussphase zeigte Ruppert seine Stärke: Mit viel Reserven im Schlussspurt zog er noch an Simon Koech (7:59,44 min) und Edmund Serem (8:01,61 min) vorbei.
Europarekord und historische Marke
Hinter Sieger El Bakkali (7:57,25 min) lief Ruppert in 7:57,80 Minuten ins Ziel und schrieb damit Geschichte. Der Deutsche verbesserte nicht nur seinen nationalen Rekord, sondern unterbot auch den bisherigen Europarekord von 8:00,09 Minuten.
Damit ist er der erste Europäer überhaupt, der die Acht-Minuten-Barriere über 3.000 Meter Hindernis durchbricht. Weltweit haben dies bislang nur elf Athleten geschafft.