Lange Laufnacht in Karlsruhe - Stepanov und Merkel stechen heraus

  01.06.2026    WLV Top-News WLV Wettkampf BLV Top-News BLV BLV-Wettkampf BW-Leichtathletik Top-News BW-Leichtathletik Wettkampfsport
Aus baden-württembergischer Sicht bot die 10. PUMA NITRO Lange Laufnacht in Karlsruhe zahlreiche positive Signale auf den Mittel- und Langstrecken. Allen voran überzeugte Alexander Stepanov mit einem klaren Leistungssprung und einem neuen Meetingrekordrennen über 800 Meter. Auch auf den weiteren Distanzen gab es Normerfüllungen und persönliche Bestleistungen.

Alexander Stepanov zeigt aufsteigende Form

In starken 1:44,05 Minuten blieb der Australier Cam Myers als erster Läufer in Karlsruhe auf der 800 Meter Distanz unter der 1:45-Minuten-Grenze und stellte damit zugleich einen neuen Meetingrekord auf (bisher 1:45,06). Hinter dem Sieger komplettierten der Schweizer Ramon Wipfli (1:45,13 min) und Alexander Stepanov (VfL Sindelfingen; 1:45,44 min) das Podium. Auch wenn es für den Sindelfinger nur zu Rang drei reichte, konnte er mit seiner Leistung zufrieden sein: Im Vergleich zur Vorwoche (1:47,14 min) steigerte er sich deutlich und festigte seine Position in der aktuellen deutschen Jahresbestenliste über 800 Meter.

Im Interview im Livestream der LG Region Karlsruhe sprach Stepanov über die guten Rahmenbedingungen des Meetings. Gleichzeitig machte er deutlich, dass seine Form nach einer Wadenzerrung sowie einer Lebensmittelvergiftung im Trainingslager noch im Aufbau ist. Der Fokus liege nun darauf, im Training weiter an Grundlagen zu arbeiten und Schritt für Schritt zurück zur Bestform zu finden, um bei den Deutschen Meisterschaften wieder voll angreifen und den Titel verteidigen zu können. Der Deutsche Vizemeister Tim Holzapfel lief in 1:47,98 Minuten ins Ziel.

U20-WM-Norm für Hirt

Über 800 Meter der Frauen setzte sich die Belgierin Liselot Smolders in 2:01,74 Minuten durch. Dahinter erreichte Leni Hirt (LG farbtex Nordschwarzwald) in 2:03,60 Minuten als Gesamtachte das Ziel und erfüllte dabei die U20-WM-Norm.

Lisa Merkel schnuppert am EM-Ticket

Das längste Rennen des Abends waren die 5.000 Meter, angeführt von der Italienerin Micol Majori, die das Feld in 15:15,24 Minuten klar dominierte. Hinter ihr zeigte Lisa Merkel ein starkes Rennen. Zwar verpasste sie auf der Schlussrunde noch eine bessere Platzierung und wurde Vierte, stellte jedoch mit 15:17,74 Minuten eine neue persönliche Bestzeit auf. Damit blieb sie erstmals unter der EM-Leistungsbestätigungsnorm (15:20,00 min) für Birmingham (10.–16. August). Die Deutsche Meisterin von 2024 Hanna Klein (LAV Stadtwerke Tübingen) lief bei ihrem Saisoneinstieg auf der Bahn 15:39,12 Minuten und wurde Fünfte.

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Jane Sichting (leichathletik.de) / blv